5η ημέρα: Von Athen nach Piraeus – ein Stadtspaziergang mit Markaris und O’Polo

Petros Markaris beschrieb in seinem Buch Quer durch Athen die Fahrt mit der Metrolinie 1 einmal quer durch Athen. Als Komparatistin konnte ich mir diese Steilvorlage natürlich nicht entgehen lassen und so sind wir statt mit dem Auto mit der Metro gefahren. Da es unmöglich ist, in Athen einen Parkplatz zu finden, sind wir nicht in Kifisia, sondern am KAT in die Metro gestiegen. Da er in diesem Krankenhaus gearbeitet hat, kennt er die Gegend und weiß daher auch, wo man vielleicht einen Parkplatz findet. Bei der Gelegenheit konnte ich mir auch seinen ehemaligen Arbeitsplatz ansehen. Das Gebäude hat definitiv seine besten Zeiten hinter sich gelassen.

Die Fahrt mit der Linie 1 zeigt unter anderem auch, dass die Krise vor keinem Stadtteil halt macht. Quer durch Athen sieht man alte, zum Teil sehr herunter gekommene Häuser und gefühlte alle 3 Häuser springt einem ΕΝΟΙΚΙΆΖΕΤΑΙ entgegen, zu vermieten.

Nach Αττική und Ομόνοια habe ich allerdings das Gefühl, daß die Haltestellen weniger nach Dortmunder Nordstadt ausschauen, aber ich kann mich auch irren.

Da Markaris sein Buch vor der Krise veröffentlicht hat, glaube ich allerdings nicht, dass die Zustände, die er beschrieben hat, heute noch anzutreffen sind.

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Der Bahnhof von Piräus ist sehr schön, allerdings interessiert mich zuerst der Fährhafen, wo es freien WLAN geben soll. Gibt es auch, aber der Empfang ist unterirdisch. Muss ich also doch mein Guthaben für das Hochladen der Texte verwenden. Fotos also doch erst nach meiner Rückkehr.

Polyvios kennt sich in Piräus auch nicht aus und daher folgen wir der Route, die unser Reiseführer vorschlägt. Das heißt wir würden ihr folgen, wenn wir Straßennamen finden würden. Die sind hier wohl gerade aus. Am Schluß finden wir aber doch den Weg und wir folgen der Küstenlinie. Ein Yacht nach dem nächsten. Schiffe können sich diese Leute hier also doch noch leisten.

An einem kleinen Badestrand machen wir eine Pause und genießen das, was Griechenland neben Bergen im Überfluss hat: Meer und noch mehr Meer. Muscheln finde ich aber keine.

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Im Mikrolimano setzten wir uns in eine Fischtaverne. Erst essen wir die Fische aus dem Meer und dann füttern wir die Fische im Meer. Im scharen kommen sie an, große und kleine, und stürzen sich wie irr auf das Brot, das wir ins Meer werfen. Wie sagten die Elisabethaner “Mikrokosmos gleich Makrokosmos“. Wie im kleinen, so im großen. Die Fische prügeln sich um die paar Brotkrumen, wie die Tavernenwirte um die Gäste. Die Krise macht auch vor dem Meer nicht Halt.

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