#Deutschlandisstbunt: Mit einem Mediterranen Schmaus gegen die braune Grütze

Unsere Welt brennt an allen möglischen Enden, Bomben fallen, Häuser stürzen ein, Länder verrohen und die Menschen sehen sich gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und machen sich auf die Flucht in eine hoffentlich bessere Zukunft. Weg von Tod und Zerstörung! Man sollte meinen, dass man diesen Menschen, die verzweifelt auf der Suche nach einer neuen Heimat sind, die Hand reicht, ihnen entgegen kommt und ihnen zuruft: „Kommt her, hier seid ihr in Sicherheit!“ Aber Fehlanzeige! Stattdessen hält man ihnen Plakate entgegen, auf denen steht: „Ausländer raus!“ – „Wir wollen keine Sozialschmarotzer!“ – „Hier ist kein Platz für Flüchtlinge!“. Selbstverständlich begleitet mit dem Satz: „Ich habe ja echt nix gegen Ausländer, ABER…“ Natürlich sind das keine Nazis, sondern alles rechtschaffende deutsche Bürger, die sich einfach nur um ihr Land sorgen, auf das sie ja SO stolz sind!

Ich habe mich nie als „Deutsche“ gefühlt. Ich würde auch nie auf die Idee kommen zu sagen: „Ich bin Stolz, Deutsche zu sein!“ Wie käme ich dazu? Stolz kann man nur auf eine Leistung sein, die man erbracht hat. Mein ‚Deutschtum‘ beruht aber nicht auf einer Leistung meinerseits, sondern einzig und allein auf den dummen Zufall, dass ich hier nun mal hineingeboren bin. Ich halte es damit eher wie Arthur Schopenhauer:

  • „Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, auf das er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, um stolz zu sein.“ – Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit

Und dann müsste ich ja auch stolz auf die braune Grütze sein! Wer will das schon? Ein Glück, dass ich damit nicht alleine bin! Es gibt sie, die Menschen, die Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen, die sie nicht als Bedrohung betrachten, sondern als Bereicherung. Es gibt schliesslich so viel, was man voneinander lernen kann. Eine von ihnen ist Conny von Seelenschmeichelei. Auch sie ist für ein buntes Deutschland, ja, MIT genug Platz für Flüchtende:

  • „Lasst uns zeigen, dass Deutschland längst ein buntes Land ist. Ein Land, in dem Platz ist für die verschiedensten Kulturen. Ein Land, das Türen öffnet statt sie zuzuschlagen. Ein Land, das einlädt statt ausgrenzt. Ein Land, in dem man sich gemeinsam an einen Tisch setzen kann. […] Essen verbindet. Gemeinsamer Genuss kann Fremde zu Freunden machen. Und eine Brücke schlagen zwischen den Kulturen. Deshalb startet heute #Deutschlandisstbunt. Ein Blog-Event als kulinarische Demonstration gegen die braune Grütze und diesen Dreckshass, der da allerorten gesät wird. “ – Conny

Da mache ich doch nur zu gerne mit! Die Welt ist nicht nur bunt, sie isSt auch bunt und da muss man noch nicht mal besonders weit in die Ferne schweifen. Ein Hoch auf die Gaumenfreuden des Mittelmeerraums!

Alle Angaben für 4 Personen. Mit mehreren schmausen macht halt einfach mehr Spass!

Französische Quiche Loraine

Ihr braucht:

250 g Mehl
125 g Butter
5 Eier
1 Prise Salz
200 g Schinken
300 ml Creme Fraiche
150 g Gouda
2 Zwiebeln
1 Stange Lauch
½ Teelöffel Muskat (frisch gemahlen)
1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Tarteform

Für den Teig das Mehl, ein Ei, das Salz, die Butter und drei Esslöffel kaltes Wasser in eine Schüssel geben und alles miteinander gut verkneten. Der Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie eingewickelt 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Für die Füllung den Käse, den Schinken, den Lauch und die Zwiebeln in Streifen schneiden. Den Schinken, den Lauch und die Zwiebeln mit etwas Butter anbraten. Den Ofen auf 180° vorwärmen. Die Creme Fraiche, die 4 Eier, etwas Salz, Pfeffer und Muskat in eine Schüssel geben und gut verrühren. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und ausrollen. Dann in die eingefette Tarteform geben. Den Käse auf dem Teig verteilen, dann die Schinken/Lauch/Zwiebelmischung dazu und alles mit der Creme Fraiche übergiessen. Die Quiche 40-45 Minuten im Ofen auf der untersten Schiene backen.

Ihr braucht:

1 Hühnchen
3-4 mittelgrosse Köpfe Romanasalat
4-6 Frühlingszwiebeln
4 EL frischer Dill, kleingeschnitten
2 Eier
ca. 3/4 L Fleischbrühe
Salz Pfeffer
den Saft einer Zitrone
Olivenöl zum Braten

Das Fleisch portionieren, pfeffern und salzen. Anschliessend in Olivenöl von allen Seiten anbraten, so dass es etwas Farbe bekommt. In der Fleischbrühe ca.40 Minuten garen lassen. In der Zwischenzeit den Romanasalat und die Frühlingszwiebeln putzen und waschen. Die Zwiebeln in grobe Stücke schneiden, die grossen Salatblätter 1-2 Mal durchschneiden. Wenn das Fleisch fast gar ist, den Salat und die Zwiebelstücke dazu geben und weitere 20-30 Minuten garen. 10 Minuten vor Ende der Garzeit den Dill Dazugeben. Am Schluss den Topf von der Herdplatte nehmen und etwas abkühlen lassen, um die Zitronensuace dazuzugeben. Dafür die Eier mit dem Zitronensaft, Pfeffer und Salz schaumig schlagen. Mit einer Suppenkelle etwas Brühe aus dem Topf nehmen und langsam über die verquirlten Eier geben, dabei die Eiermasse ständig weiter schlagen, das Stocken zu verhindern. Anschliessend das Zitronen-Eier-Gemisch unter Rühren in den Topf geben und sofort servieren.

Griechisches Frikasse

Italienisches Panna Cotta

Ihr braucht:

½ l frische Sahne
100 g Zucker
100 ml Frischmilch Gelatine (10 g oder 1 Päckchen Pulver)
1 Vanilleschote

Die Gelatine nach Packungsanleitung einweichen. Die Milch erhitzen und die aufgeweichte Gelatine darin auflösen. Die Sahne mit dem Zucker, der Vanilleschote (längs einschneiden) unterständigem Rühren zum Kochen bringen. Dasnn die Milch hinzugeben. Gut umrühren und die Vanille schote herausnehmen. Die Flüssigkeit in Desertschalen füllen und in den Kühlschrank stellen bis die Panna Cotta fest geworden ist.

Für die Karamellsauce

200 g Zucker
100 ml Wasser

Den Zucker in einem Topf schmelzen, in einem anderen das Wasser zum Kochen bringen. Sobald der Zucker karamellisiert ist, das kochende (!) Wasser hinzugeben. Dabei sehr vorsichtig sein, eventuell Kochhandschuhe anziehen, da es spritzen könnte. Abkühlen lassen.

3 Gedanken zu “#Deutschlandisstbunt: Mit einem Mediterranen Schmaus gegen die braune Grütze

  1. Ein Menü aus Spezialitäten aus verschiedenen Nationen (französisch, italienisch und griechisch) zu kochen finde ich eine klasse Idee. Nur habe ich nicht ganz verstanden, wie sich das jetzt gegen die Ausländerfeindlichkeit auswirkt. Das Bewußtsein stärken durch „buntes“ Essen? Sorry, da bin ich ein wenig schwer von Begriff. Ich würde gerne kochen, wenn dadurch das Problem des Platzes, der Milben und der medizinischen Versorgung in den Flüchtlingslagern besser werden würde… Oder handelt es sich um ein großes Event, zu dem Flüchtlingsfamilien eingeladen werden? Ich glaube, da würden die meisten lieber das Geld, das so ein Essen kostet, nehmen…
    Aber der Gedanke ist natürlich lobenswert, ohne Frage! Und sicher besser, als nix zu machen! Und wenn die Menschen sich tatsächlich durch ein Blog-Event, das bezeichnet wird als „kulinarische Demonstration gegen die braune Grütze und diesen Dreckshass, der da allerorten gesät wird.“ davon abhalten lassen würden, fremdenfeindliche Maßnahmen zu ergreifen, oder sogar anfangen würden, freiwillig anzupacken oder zu spenden, dann wäre ich für diese neue Erkenntnis sehr dankbar und würde auf meinem Blog ein „Buntes 5 Gänge Menü“ veröffentlichen!

    Alles Liebe, Nessy von den happinessygirls.com

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    1. Huhu Nessy,
      wenn ich Conny (die Initiatorin) richtig verstanden habe, will sie mit dem Event aufzeigt, dass Meinschen, die nach Deutschland kommen, immer in erster Linie eine Bereicherung darstellen. Das passiert natürlich nicht nur, aber auch ‚in der Küche‘, wenn sie ihrer jeweileigen Rezepte mit hier her bringen und etablieren. Und das will Conny aufzeigen.
      Leider fühlen viele Deutschen sich durch Menschen anderer Nationalitäten bedroht, wie eindrucksvoll gerade in den Medien immer wieder thematisiert wird. Und ich denke, gerade das ist in erster Liene eine Einstellungssache.
      Ich hoffe, ich konnte es etwas klarer machen. Wenn nicht, könntest Du vielleicht Conny selbst fragen.
      Alles Liebe Verena Fiona

      Gefällt mir

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