In the eye of the beholder : The Greek Casper David Friedrich strikes again looking back home !

Liebe … Göttliches Wort, ihm kommt an erhabner Größe nur ein einziges gleich, das göttlich wie dieses ist: Heimat! © Adam Mickiewicz | Foto : © Giorgos Petretzikis

A few weeks ago I declared Giorgos the Greek Casper David Friedrich. Some might say now it would be an exaggeration to compare a hobby photographer with one of the greatest representatives of the early-romantic period but I don’t agree. Especially since it was not just one photo that has brought me to the comparison. Giorgos even had his very own way of depicting CDF’s iconic painting Chalkcliffs on Rugen.

Vor ein paar Wochen habe ich Giorgos ja zum griechischen Casper David Friedrich erklärt. Manche könnten jetzt sagen, es sei übertrieben, einen Hobby-Fotografen mit einem der grössten Vertretern der Früh-Romantik zu vergleichen, aber ich sehe das nicht so. Zumal es ja nicht nur das eine Foto war, dass mich zu dem Vergleich gebracht hat. So hat Giorgos sogar DAS Bild CDF’s, Kreidefelsen auf Rügen, auf seine Weise interpretiert.

Kreidefelsen auf Rügen © Casper David Friedrich

Like in his interpretation of Seascape in the moonlight on the ocean Giorgos shares the individual elements (mountains, water, trees, people), colors (shades of green and red, white, blue) and the composition of his predecessor.
In CDF’s painting the white chalk cliffs and the Baltic Sea are framed by two trees and the ground on which they stand. The green floor forms an angle, which is closed by a canopy of leaves. You could say it’s a head-standing triangle that balances on the top hat of the man in the foreground. One of the branches in the upper section extends clearly in the center forming a kind of heart. But I’m not so sure … Giorgos stuck to this triangle/heart? shape formed by trees that frame the water and the mountains. If is to be a heart, it can be identified more clearly, because the protruding branch is a lot more central than in CDF’s painting.

Wie bei seiner Version von Seestück im Mondschein auf dem Meere, hat sich Giorgos an die einzelnen Elemente (Berge, Wasser, Bäume, Personen), die Farben (grün, rottöne, weiss, blau) und an die Komposition des Vorgängers gehalten.
Die weissen Kreidefelsen und die Ostsee werden bei CDF von zwei Bäumen und dem Boden auf dem sie stehen eingerahmt. Der grüne Boden bildet dabei einen auf der Spitze stehenden Winkel, der von einem Blätterdach geschlossen wird. Man könnte sagen, es handelt sich dabei um ein auf dem Kopf stehendes Dreieck, das auf dem Zylinder des Mannes im Vordergrund balanciert. Einer der Äste im oberen Bereich des Bildes ragt dabei deutlich in das Bild hinein, was man mit viel Vorstellungskraft als Herz interpretieren kann. Aber da bin ich mir nicht so sicher … Auch bei Giorgos findet sich dieses Dreieck/Herz? aus Bäumen, die das Wasser und die Berge einrahmen. Wenn es ein Herz sein soll, wäre es bei ihm sogar deutlicher zu erkennen, da der hineinragende Ast um einiges mittiger ist als bei CDF.

That’s for the similarities. Now we come to the differences which can be found in the center of the frame.  In CDF’s painting three people are located on the the green ground OUTSIDE the frame. CDF stands in their backs an is looking past them and the chalk cliffs on the open sea. We have few people, which can be seen and which are outside of the frame, whereas in Giorgos‘ photo there are many people who can not be seen (but they must be there due to the amount of houses) and are located INSIDE the frame. Giorgos looks past many people and some water into the mountains :

CDF–> few people–> {  few rocks–> much water/Baltic Sea } = away from the land

Giorgos –> { many people –> little water–> many rocks/mountains } = inland

Soviel zu den Gemeinsamkeiten. Kommen wir nun zu den Unterschieden, die sich wieder im Zentrum abspielen. Bei CDF stehen die drei Personen, auf dem grünen Boden ausserhalb des Rahmens und der Betrachter steht hinter den Menschen und schaut an den Kreidefelsen vorbei auf das viele Wasser. Gibt es also bei CDF wenige Menschen, die man sehen kann und die ausserhalb des Rahmens stehen, gibt es bei Giorgos viele Menschen, die man nicht sehen kann, aber aufgrund der Menge an Häusern, da sein müssen. Im Gegensatz zu dem Bild von CDF befinden sich die aber innerhalb des Rahmens. Giorgos schaut also an den vielen Menschen und dem wenigen Wasser vorbei auf die Berge.

CDF –> wenige Menschen –> { wenige Felsen –> viel Wasser/Ostsee } = landabwärts

Giorgos –> { viele Menschen –> wenig Wasser –> viele Felsen/Gebirge } = landeinwärts

I love this photo because Giorgos has changed the direction of the viewers gaze. CDF doesn’t care about the people in the foreground. The object of his interest is located within frame: the expanse of the Baltic Sea, where his fellow humans (civilization?) have no place. Away from the country !
Giorgos  is not looking past his fellows. They are also inside the frame, so he looks at them. He is looking inland at them, at the water and at the mountains. He is looking home !

Was ich an diesem Foto so schön finde, ist wie Giorgos die Blickrichtung des Betrachters geändert hat. CDF interessiert sich nicht für die Menschen im Vordergrund. Das Objekt seines Interesses befindet sich im Inneren des Rahmens : die Weite der Ostsee, wo seine Mitmenschen (Zivilisation?) keinen Platz haben. Weg vom Land !
Giorgos schaut nicht an seinen Mitmenschen vorbei. Er schaut auch sie an, da sie im Inneren des Rahmens sind. Er schaut sie an, das Wasser und das Gebirge. Er schaut ins Landesinnere. Er schaut nach Hause !

 

 Μπράβο, Γιώργο! Ρομαντικός εσύ !
Well done, little romantic !
Hast Du gut gemacht, die kleiner Romαntiker !

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Ein Gedanke zu “In the eye of the beholder : The Greek Casper David Friedrich strikes again looking back home !

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