In the eye of the beholder : Giorgos tanzt aus der Reihe !

Heute mal ein komplett anderes Bild, das Giorgos im März in einer Instagram Story geteilt hatte. Bisher waren die Bilder, die mir so gut gefallen haben, eher vom Typ ‚Unendliche Weiten‘ : offene Landschaften, weiter Himmel, voll Licht, Luft und Sonne (oder Wolken) und voller Möglichkeiten, über die man epische Romane schreiben könnte. Alle auf seiner Facebook Page auf ewig in digitalen Stein gemeißelt.

 

Es gibt nichts Schöneres im Leben als die Freundschaft: Du hast jemanden, dem Du Dein Innerstes öffnen, dem Du Geheimnisse mitteilen und das Verborgene Deines Herzens zeigen kannst – Ambrosius von Mailand |© Giorgos Petretzikis

Wie gesagt, dieses hier ist anders. Es zeigt keine seiner geliebten Landschaften, sondern eine Kolonnade (oder sowas ähnliches). Mit den Säulen zu beiden Seiten und dem Fluchtpunkt  im oberen Drittel, auf den die Linien zulaufen, hat das Bild einen eher graphischen als einen epischen Charakter. Es ist auch nicht so ‚luftig‘, wie die anderen. Der Himmel ist überhaupt nicht zu sehen. Nur ein bisschen Licht scheint von beiden Seiten in den Gang hinein. Auf dem letzten Bild stand er im Schatten unter Bäumen und sah auf die in ein goldenes Licht getauchten Häuser und Berge. Hier steht er auch im Schatten, aber das Licht am Ende des Tunnels (im wahrsten Sinne des Wortes) ist weit weg. Was dahinter ist, kann man nicht sehen. Wohl aber drei Personen, ein Erwachsener und zwei Kinder, die gleich in das Licht hinaustreten. Der Weg hinaus ins Licht nimmt zwei Drittel des Bildes ein und scheint endlos.

 Das angeschnittene Dach der Kolonnade und der nicht waagerechte Horizont (die Säulen links am Bildrand scheinen in das Bild hineinzufallen) geben dem Bild einen sehr zufälligen und wie beiläufig festgehaltenen Charakter. Wie ein schneller Schnappschuss im Vorbeihaschen. Ein Umstand, der durch das Medium der Instagram Story noch verstärkt wird. Dieses Bild ist nicht dauerhaft. Es verschwindet nach kurzer Zeit wieder. Und nach 24 Stunden ist es ganz gelöscht. Man bekommt so das Gefühl für einen kurzen Moment einen heimlichen Einblick in sein Innerstes zu erhaschen. Er sieht den drei Personen nach. Es wirkt fast wehmütig. Wie ein Abschied. Und nein, ich will ihm hier nichts unterstellen ! Was er dabei denkt erfährt man zwar nicht, aber trotzdem wirkt das Foto viel privater und intimer als die seine anderen.

 

Ευχαριστώ για αυτή την εικόνα, Γιώργο. Το εκτιμώ πολύ !
Thank you for sharing, Giorgos. I really appreciate it !
Danke fürs Teilen, Giorgos. Ich schätze es wirklich sehr !

 

 

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